Adventskonzerte in der Steckfeldkirche

Nach einer intensiven Probenfreizeit im Schwäbischen Wald war es endlich so weit: Besinnliche und schwungvolle Klänge luden in die Steckfeldkirche.

Über 150 Schüler, Eltern und Lehrer der Schulgemeinschaft des Paracelsus-Gymnasiums Hohenheim freuten sich auf die beiden Adventskonzerte am 12. und 13. Dezember 2018. Insbesondere die Schüler fieberten ihrem Gesangs- oder Instrumentalauftritt aufgeregt entgegen. Die Kirche war wie jedes Jahr bis auf den letzten Platz besetzt.

Mit glockenheller Stimme singend zog der Unterstufenchor durch die Reihen der abgedunkelten Kirche und verbreitete mit „The first Noel“ eine besinnliche Stimmung. Alle Fünftklässler waren unterdessen im Chorraum der Kirche bereit und erfreuten die Zuhörer mit „Hört der Engel helle Lieder“ und dem schwungvoll gesungenen afrikanischen Lied „Siyahamba“.

Die beiden folgenden barocken und klassischen Solostücke wurden von den Zwillingen Aurelio und Silvano Khader aus der 6. Klasse auf der Gitarre feinfühlig dargeboten.

Das Unterstufenorchester erntete mit einem Choral von Joseph Haydn und den rhythmisch fetzigen Klängen von „Rock the halls“ mit einem Sammelsurium bekannter Melodien großen Applaus. Nach dem walisischen Volkslied „All through the night“, einfühlsam vom Unterstufenorchester begleitet, rundeten die Kinder des Unterstufenchores mit klarer Stimme und zweistimmigen Passagen in „Welcome this Christmas day“ den ersten Teil des Konzertes ab.

Weiter ging es mit dem perfekt aufeinander abgestimmten Duo, den Brüdern Kevin und Seán Sdahl, mit „Romance et Badinerie“ für Saxophon und Klavier. Dass bereits Jugendliche in der Lage sind, ein eigenes dreistimmiges vokales Arrangement zu gestalten und sich dabei mit E-Gitarre und Klavier zu begleiten, zeigten Esther Heide, Yanna Schönemann und Michael Conrad eindrucksvoll und klangschön in „Wonderwall“ von Oasis. Einen weiteren Ohrenschmaus boten Maria Probst mit einem Stimmumfang von Sopran bis Tenor, Alen Sadikovic und Lukas Brabandt, beide begnadete Gitarristen, (Lukas auch am Klavier) und der versierte E-Bassist Max Jaeger, die als Band auftraten. Sie überzeugten mit eigener Interpretation ihrer Stücke u. a. von Queen oder Ed Sheeran.

Nun lockte das Orchester die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Medley in die düstere, zauberhafte Welt des Harry Potter und sorgte mit dem Jazzstück „Swinging on the housetop“ für gute Stimmung. Mit dem „Lobgesang des Jean Racine“ von G. Fauré verzauberte der Chor mit Andreas Dürr am Klavier das Publikum und verursachte mit seinem sensitiven, dynamisch auf- und abwogenden Gesang eine Gänsehaut. Auf das innig gesungene „It’s Christmas time“ und die sphärischen Klänge des „Adiemus“ folgten drei Sätze aus dem „Te deum“ von Marc-Antoine Charpentier. Manch einer mag erstaunt gewesen sein, darin die Eurovisionsmusik erkannt zu haben. Chor und Orchester stellten ihr barockes musikalisches Können unter Beweis und meisterten die satztechnisch anspruchsvollen Passagen musikalisch und bravourös.

Ein herzliches Dankeschön geht an Dennis Stubenvoll und seine Technikmädchen und –jungs, die Licht in die Dunkelheit brachten und durch ausgefeilte technische Mittel manche Klänge bis in die letzte Reihe hörbar machten.

Weiterhin sei Pfarrerin Daniela Reich für die Unterstützung und die Räumlichkeiten gedankt.

Für die fantastische musikalische Zusammenarbeit danke ich Hanna Montes und Markus Dippold und freue mich schon auf unsere nächsten musikalischen Darbietungen bei „Schule als Staat“ vom 15.-20. Juli 2019. Vorbeikommen lohnt sich!

Eva Schlick

 

Einen Mitschnitt des Stückes "Adiemus" (Karl Jenkins) können Sie als Audiodatei herunterladen.