BOGY-Café 2018

Sich Gedanken über die eigenen Fähigkeiten zu machen ist das eine - einen passenden Praktikumsplatz zu finden das andere. Das BOGY-Café half ab.

Ich arbeite schon seit Jahren in der Bühnenbild-AG mit, verbringe meine Freizeit am liebsten mit kreativen Tätigkeiten und sehe am Ende des Tages gerne ein fertiges Ergebnis – aber gibt es das auch als Beruf? Damit sich Schülerinnen und Schüler mit dieser oder ähnlichen Fragen nach erfolgreich abgeschlossenem Abitur nicht ratlos konfrontiert sehen, sondern schon möglichst früh Einblicke in mögliche Berufsfelder erhalten, gibt es in Baden-Württemberg seit vielen Jahren das BOGY-Praktikum: Eine Woche raus aus der Schule und rein in die Unternehmen, Betriebe, Behörden und Start-Ups. Um die zukünftigen BOGY-Praktikantinnen und -Praktikanten bei ihrer Suche nach einer möglichen Praktikumsstelle mit den dabei aufkommenden Fragen zu unterstützen, standen die frisch gebackenen BOGY-Absolventinnen und -Absolventen der zehnten Klassen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aus den neunten Klassen beim alljährlich stattfindenden BOGY-Café zur Seite: Was macht man in diesem Beruf genau? Ich interessiere mich sehr für Medizin – sollte ich mich besser in einem Krankenhaus oder in einer ambulanten Praxis bewerben? Ich zeichne sehr gerne und plane gerne Dinge – bin ich da in dieser Marketingagentur richtig? Das waren nur ein paar der vielen Fragen, welche den Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern auf der Seele brannten. Bei warmen Frühlingswetter und Keksen verwandelten sich der Eingangsbereich und das Foyer schnell in eine schulinterne Praktikumsberatung.

Und auch der anfänglichen Frage nach möglichen Tätigkeitsfeldern im kreativen Bereich konnte am PGH schon in den Wochen zuvor intensiv nachgegangen werden: Im Rahmen des Projektes „Kooperative Berufsorientierung“ (KooBO), das vom Regierungspräsidium Stuttgart zur Förderung der beruflichen Orientierung an baden-württembergischen Schulen zusammen mit Projektpartnern wie dem Internationalen Bund e.V. angeboten wird, konnte das PGH zahlreiche Referentinnen und Referenten gewinnen, die über ihre Berufe, Werdegänge sowie mögliche Berufsaussichten referierten. Der am Staatstheater Stuttgart beschäftigte Bühnentechniker Stefan Bukovsek sowie die freischaffende Bühnenbildnerin Miriam Lüer berichteten bspw. im Rahmen des KooBO-Projekts über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im bühnenbildnerischen Bereich. So ist der BOGY-Prozess am PGH, ganz im Sinne einer gesamtheitlichen Bildung, mit dem kulturellen Schwerpunkt der Schule verzahnt.