Das PGH: kreativ auch während der Schulschließung

Die pandemiebedingten Einschränkungen während der Schulschließung ließen die Teilnehmer/innen der Theater-AG kreativ neue Übungsfelder finden.

Die für Mai 2020 geplanten Vorstellungen des „Kleinen Horrorladens“ mussten leider abgesagt werden, es traf die Kultur-AGs des Paracelsus-Gymnasium-Hohenheims genauso wie alle großen Theater des Landes. Doch wer glaubt, die AG-Teilnehmer/innen säßen nun deprimiert am Schreibtisch, liegt falsch. Sie trainieren einfach online weiter, um die in den Juni 2021 verschobenen Shows auf ein noch höheres Niveau zu bringen. Per Videokonferenz wurden beispielsweise Schüler/innen von ihrer Theater-AG-Leiterin Judith Ellinger während der bundesweiten Schulschließungen in Gesang unterrichtet. „Das ist eine gelungene Abwechslung!“, strahlen die beiden jungen Sängerinnen.
Auch stellte die außerschulische Kooperationspartnerin Charis Hager, Angestellte des „Internationalen Bund e.V.“ und selbst Schauspielerin, den beteiligten Schüler/innen zahlreiche Links zusammen, mit denen sie ihre Schauspielkünste verbessern können. „Damit die Spielerinnen und Spieler nicht völlig einrosten und den Kontakt zum Theaterspielen behalten, habe ich ein paar Videolinks herausgesucht, mit denen man zu Hause üben kann. Gezeigt werden unter anderem generelle Tipps zum Aufwärmen, Übungen zum deutlichen und verständlichen Sprechen sowie Klassiker, um Atem und Stimme zu aktivieren.“

Die Lehrerinnen und Lehrer des Paracelsus-Gymnasium-Hohenheims gaben sich generell viel Mühe, um ihren Klassen möglichst abwechslungsreiche Aufgaben zur Verfügung zu stellen. In Klasse 8 beispielsweise sollten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Filmmusik“ beschäftigen und dabei auch selbst kreativ werden. Sie durften sich ein Lied oder Stück aus einem Film aussuchen, das ihnen gefällt, und selbst entscheiden, ob sie eine Choreografie dazu tanzen, zu einem Playback singen oder das Stück auf ihrem Instrument üben wollen. Das Ergebnis sollte gefilmt und an ihre Musiklehrerin gesendet werden. Fiona Weinelt (Klasse 8a) drehte kurzerhand eine geniale Zusammenfassung des gesamten Harry Potter-Films in 4 Minuten – die Rollen spielte sie alle selbst. Die Schülerin wechselte für ihren Film etwa zehn Mal das Kostüm, spielte mit ihrer Körpersprache, fügte eine Computerstimme, Klänge, kleine Bildchen und Texte hinzu und ließ im Hintergrund die Original-Filmmusik laufen. Heraus kam ein kreativer und äußerst lustiger Kurzfilm. Auch andere Schüler/innen produzierten hervorragende Ergebnisse: So tanzte eine Schülerin mit ihrer Mutter im Wohnzimmer den „Sirtaki“, wieder andere setzten sich an ihr Instrument und übten Lieder aus den Filmen „Die Eiskönigin“, „Mamma Mia“, „James Bond“ oder sie tanzten.

Die Klasse 7b nahm währenddessen die Herausforderung an, ein Video des beliebten „Cupsongs“ zu erstellen. Alle Schüler/innen übten den Rhythmus bis zur Perfektion und filmten sich selbst, Marie Hinic sang mit ihrer großartigen Popstimme sogar das gesamte Lied ein. Anschließend schnitt ein Mitschüler mit einem unbändigen Willen zur Perfektion alle Videoschnipsel zusammen, sodass ein Ergebnis entstanden ist, das sich sehen lassen kann!