Exkursion des Neigungskurses Chemie zu Real Alloy

Wie können die Rohstoffe kaputter Motorblöcke, Felgen etc. nochmals genutzt werden? Dieser Frage ging der Chemie-NK bei Real Alloy nach.

Wir kamen um ca. 9.45 Uhr bei Real Alloy an. Zuerst bekamen wir eine kurze Präsentation zum Betriebsstandort gezeigt, in welcher erklärt wurde, was vor Ort für Tätigkeiten erledigt werden, woher die Rohstoffe stammen und was den Standort als „Fertigprodukt“ verlässt. Zur Präsentation gab es Butterbrezeln und Sprudel. Im Anschluss gab es die Sicherheitseinweisung sowie die Schutzkleidung, welche aufgrund der enormen Hitze innerhalb der Hallen notwendig war. Um 10.40 Uhr, im Anschluss an die Sicherheitseinweisung, wurden wir in 2 Gruppen bis 12.05 Uhr durch die Hallen geführt. Wir bekamen zuerst die Kreislaufmenge gezeigt, also den umgangssprachlichen „Abfall“, welcher eingeschmolzen wird, um als Endprodukt der Schmelze weitertransportiert zu werden. Die Kreislaufmenge besteht aus Motorblöcken, -köpfen sowie Felgen und Aluverpackungen, welche entweder kaputt, benutzt oder Fehlproduktionen sind. Den größten Teil machen die Autoteile von Mercedes-Benz aus. Als nächstes wurde uns die Betriebswerkstatt gezeigt, in welcher kleinere Reparaturen an den Maschinen vorgenommen werden können. Nach der Betriebswerkstatt wurde uns einer der vielen Schmelzöfen gezeigt und erklärt. 

Da in den Schmelzöfen giftige Gase entstehen können (wenn lackierte Teile geschmolzen werden), werden Ventilatoren eingesetzt, um die Gase einzudämmen und sie über katalytische Reaktionen unschädlich zu machen. Im Anschluss wurde uns die Qualitätskontrolle gezeigt, die wir leider nicht genauer besichtigen konnten, da gerade eine Qualitätsprüfung der Schmelze stattfand. Auf dem Hinausweg aus der Halle konnten wir durch Zufall sehen, wie das Rohmetall in den Schmelzofen gefüllt wird, dazu wird das Metall in einen Behälter gefüllt, welcher über dem Ofen entleert wird. Zum Abschluss wurde uns erklärt, wie die Schmelze in den Transportbehältern transportiert wird. Dazu werden die Behälter auf ca. 850°C vorgeheizt und die Schmelze ebenfalls mit ca. 850°C in die Behälter gefüllt. Aufgrund der vorgeheizten Behälter kann die Schmelze bis zu 10h transportiert werden, da sie nur ca. 12°C in einer Stunde verliert. Nach diesen Erklärungen war die Führung um ca. 12.05 Uhr vorbei und wir gaben unsere Schutzkleidung ab. Um ca. 12.30 Uhr kamen wir in Plieningen an.