Nachhaltigkeit am PGH

Die Schulgemeinschaft des PGH macht sich gemeinsam auf den Weg, den Schulalltag nachhaltiger zu gestalten.

03. Mai 2019 – Was diesen Tag so besonders machte, dass er den Auftakt für diesen Text bietet? Ok, an diesem Tag, es war ein Freitag, feierte der deutsche Astronaut Alexander Gerst seinen 43. Geburtstag. Nun gut.  

Freitag, der 03. Mai 2019 war zugleich auch jener Tag, an dem die Deutschen bereits alle Ressourcen aufgebraucht hatten, die, für Deutschland berechnet, die Erde binnen eines Jahres wieder erneuern kann. Um unseren tatsächlichen Bedarf in Deutschland zu decken, an Energie, an Lebensmitteln, an Kleidung, bräuchten wir eigentlich 3,2 Erden. Die aber haben wir ganz offensichtlich nicht.

Am 19. Dezember 2018 schickte Alexander Gerst von seiner Horizons-Mission folgende Botschaft an seine Enkelkinder (zu finden u.a. auf youtube, veröffentlicht von der European Space Agency):

“Liebe Enkelkinder,

ihr seid noch nicht auf der Welt und ich weiß noch nicht, ob ich euch jemals treffen werde, deshalb hab ich beschlossen euch diese Nachricht hier aufzuzeichnen (…) Wenn ich so auf den Planeten runterschau, dann denke ich, dass ich mich bei euch wohl leider entschuldigen muss. Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden. (…)“

Wir können es uns natürlich einfach machen: „Andere sind viel schlimmer als wir Deutschen“ – ja, das stimmt. Der Erdüberlastungstag (World Overshoot Day) lag für die US-Amerikaner bereits auf dem 15. März 2019, unsere europäischen Nachbarn im Norden hatten „ihre“ Ressourcen auch bereits Ende März und Anfang April verbraucht. Dabei ist es kein Geheimnis, dass der World Overshoot Day mindestens auf dem 31. Dezember liegen sollte.

Hierfür wollen wir am PGH Verantwortung übernehmen und unseren Schulalltag nachhaltiger gestalten.

Am 12. Februar haben wir unter Anleitung von Herrn Hiller einen dreistündigen Einführungsworkshop veranstaltet, der uns zum einen den Begriff der Nachhaltigkeit nahebrachte, uns zeigte, was am PGH schon alles im Sinne von Nachhaltigkeit passiert, und in dessen Verlauf wir vor allem über neue Projektideen diskutieren konnten. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es wichtig, nicht nur im „großen Rahmen“ zu denken, in langfristig angelegten Projekten, sondern auch im Kleinschrittigen, im Überschaubaren. Die angedachten Projekte sind Antworten auf die vorschnelle Aussage „Was soll ich als Einzelperson schon ausrichten?“. Der Umwelt-AK beispielsweise veranstaltet einen Kleiderbasar im März und auch die Durchführung einer autofreien Woche ist in Planung.

Du hast / Ihr habt weitere Ideen, was wir am PGH ändern oder verbessern können, um mitzuhelfen den Überlastungstag weiter nach hinten zu verschieben? Der Umwelt-AK freut sich immer auf neue Mitglieder!