PGH-Schüler sogar während der Osterferien aktiv

Es klingt so gut, dass man es kaum zu glauben wagt: Wer am PGH ist, stellt sich sogar in den Ferien den Wecker!

Die Schülerinnen und Schüler des PGH lieben die Arbeit in der Bühnenbild-AG tatsächlich so sehr, dass sie selbst ihre Ferienzeit mit Malen und Schreinern verbringen. Unter Anleitung ihrer AG-Leiterinnen arbeiteten die „Bübis“ vier Tage lang insbesondere am Salon der feinen englischen Familie, in der der unbekannte Graf Dracula plötzlich auftaucht, und an Draculas Burg selbst. Unterstützt wurden sie von dem professionellen Schreiner Herr Kuyucu, der für den Internationalen Bund e.V. arbeitet und somit die berufliche Orientierung an baden-württembergischen Schulen fördert. Das Projekt, an dem die „pgh-productions“ dieses Jahr teilnehmen dürfen, nennt sich „Kooperative Berufsorientierung“ (KooBo), wird mit EU-Geldern unterstützt und möchte Schülerinnen und Schüler in lebendigen Kontakt mit unterschiedlichen Berufen bringen. So hatten alle 25 Mitglieder der Bühnenbild-AG in diesem Schuljahr bereits das Glück, mit der Bühnenbildnerin Miriam Lüer und dem Bühnentechniker Stefan Bukovsek zusammenarbeiten zu dürfen und etwas über ihre Tätigkeitsfelder, ihren Werdegang sowie Berufsaussichten in dieser Branche zu erfahren.

Auch in den Bereichen Fotografie und Design lernten einige Schüler einen Profi kennen. Denn für das berauschende Design der „Dracula“-Plakate, -Flyer, -Programme und -Eintrittskarten zeichnet sich der Künstler Thomas Witzke verantwortlich, in enger Zusammenarbeit mit zwei pgh-Schülern. Zunächst entwickelte Iwan Meckler (Mitglied der Theater-AG) ein Konzept für die Plakate. Anschließend fand ein professionelles Fotoshooting statt, bei dem Iwan selbst die Regieanweisungen gab und dem Fotografen über die Schulter schauen durfte. Am Auslöser stand Thomas Witzke selbst und schaffte es binnen kürzester Zeit, atemberaubende, blutige und magische Momente einzufangen. Gemeinsam mit Fabian Armbruster, seinem Kollegen in der Technik-AG, leistete Iwan in den folgenden Wochen großartige Vorarbeit am PC. Anschließend perfektionierte Herr Witzke den Plakatentwurf der beiden Schüler und erschuf für die fünf Vorstellungen unterschiedliche Designformate, die alle gleichermaßen begeistern. „Wow – die sehen ja wahnsinnig gut aus! Bin das wirklich ich?“ Der Dracula-Darsteller Ben Ujkani lächelt von einem Ohr zum anderen, schüttelt gleichzeitig ungläubig den Kopf und ist überwältigt, als er die fertigen Formate mit sich zum ersten Mal sieht.  

Man kann sich gut vorstellen, dass derartige Momente und Begegnungen die Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindrucken und ihnen dabei helfen, ihren eigenen Lebensweg zu finden. So konnte auch Herr Kuyucu den „Bübis“ nicht nur komplizierte Fragen zur Konstruktion und Umsetzung ihres Bühnenbilds beantworten und ihnen kleine handwerkliche Kniffe zeigen. Er motivierte die ohnehin schon detailverliebten Schülerinnen während ihrer Ferien tatsächlich bis zur Fertigstellung des wichtigsten Elements auf der Bühne: „Jippiehhh, wir haben es geschafft, es klappt wirklich!“, triumphieren die alle anwesenden Handwerkerinnen und Handwerker am Ende des vierten Bautages und fallen sich vor Freude in die Arme. Was klappt? Das wird noch nicht verraten!

Wer dieses Geheimnis lüften möchte oder neugierig auf das Design der Eintrittskarten ist, den laden die „pgh-productions“ herzlich dazu ein, sich während einer der bevorstehenden „Dracula“-Vorstellungen in die turbulente Vampir-Welt entführen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Theaterprojekts.