Schüler*innen des pgh :-) holen sich Tipps der Horrorladen-Profis

Am Mittwoch, den 25.09.2019, probte das PGH ausnahmsweise nicht am „Kleinen Horrorladen“, sondern fuhr zum Theater am Feuersee.

Dort wurden die Schüler*innen von der Schauspielerin Charis Hager und der Dramaturgin Sandra Schumacher herzlich empfangen, in jeden Winkel ge-, und mitten in die Magie der Theaterwelt entführt. Die Führung begann recht klassisch im Foyer mit einer Beschreibung der verschiedenen Berufe am Theater, wurde dann jedoch schnell außergewöhnlich, da bereits kurze Zeit später im Theatersaal ein lebhaftes Gespräch zwischen Vertretern dieser Berufe und den Schüler*innen entstand. So wusste Dirk Bär, seit Jahren gute Seele, Vorderhausmanager und Gastronom am Theater am Feuersee, von äußerst spannenden Anekdoten zu berichten. Insbesondere die Gefahren, die die Aufführungen des „Kleinen Horrorladens“ am Feuerseetheater bargen, interessierten die Schauspieler*innen, Techniker*innen und Tänzer*innen des Paracelsus-Gymnasium-Hohenheim. Schließlich sind sie bereits dabei, selbst herauszufinden, wie eine kleine Pflanze binnen kürzester Zeit vor den Augen des Publikums zur Horrorpflanze heranwachsen kann – möglichst ohne, dass ihr Blumentopf mitsamt Inhalt über die Bühne kullert.

Nach diesem gemeinsamen Beginn bildeten sich kleine Interessensgrüppchen, die sich großzügig im gesamten Theater verbreiten durften. So landeten einige Schüler*innen direkt im Büro der äußerst freundlichen und offenen Intendantin Susanne Heydenreich. Heydenreich berichtete von ihren Eltern, die das Theater gegründet hatten, sowie von ihren Erfahrungen als Intendantin, Schauspielerin und Sängerin am Haus. Als sie hörte, an welchem Bühnenwerk die Schüler*innen gerade arbeiten, fragte sie sie neugierig nach ihren Rollen und fachsimpelte mit den „Kolleg*innen“. Anschließend durften die Gymnasiast*innen sogar an ihrem Schreibtisch probesitzen, um die wunderbare Aussicht auf den Feuersee zu genießen. Heydenreich versprach, sich die Premiere des pgh-Horrorladens zu betrachten – welch Ehre für die pgh-productions!

Eine zweite Gruppe erkundete derweil die geheimen Wege auf die Bühne, betrachtete Fallklappen und ließ sich von Dirk Bär in die eigenen Gesetzmäßigkeiten der Theaterwelt entführen: Niemals dürfe auf einer Bühne gepfiffen, gegessen oder getrunken werden! Und in England spreche man den Titel des berühmten Bühnenwerks „Macbeth“ nicht aus. Wer den Namen auf einer Bühne ausspricht, dem geschehe ein Unglück. Deshalb spreche man stattdessen von dem „unsagbaren“ oder dem „schottischen Stück“. In kaum einer Branche ist Aberglaube so verbreitet wie im Theater!

Die Techniker*innen des Gymnasiums bestaunten während dessen mit großen, sehnsüchtigen Augen das digitale Mischpult und die auch sonst moderne Ausstattung des Theaters und ließen sich Interna von den beiden Veranstaltungstechnikern Aljoscha Angermann und Nicolas Schwarz erzählen.

Dass zuletzt alle Schüler*innen die Räume hinter der Bühne betrachten durften, empfanden viele als Highlight. „Ich fand es richtig cool, dass an den Spiegeln der Garderobe so viele Bilder und Nachrichten von und für die einzelnen Schauspieler*innen hingen!“, schwärmte Daria anschließend.

Zu verdanken haben die pgh-productions des Paracelsus-Gymnasium-Hohenheim diese Führung dem Europäischen Sozialfonds in Baden-Württemberg, der Europäischen Union und der Bundesagentur für Arbeit, von denen sie zum dritten Mal in Folge unterstützt werden. Die „Kooperative Berufsorientierung“, vertreten durch den außerschulischen Kooperationspartner „Internationaler Bund e.V.“, stellt den AGs deshalb auch in diesem Schuljahr dankenswerterweise wieder zahlreiche Workshops zur Verfügung, sie werden von externen Profis unterstützt und durften im Theater am Feuersee erstmals auch einen Blick hinter die Kulissen eines Profi-Theaters werfen. Die Schülerin Franzi fasst diese unvergessliche Erfahrung hervorragend zusammen: „Wir haben eine neue Version von Theater kennengelernt! Wenn man an ein Theater denkt, denkt man meist sofort an etwas Protziges, Großes. Das Theater am Feuersee dagegen ist winzig aber trotzdem total schön! Und die Personen waren alle supernett.“

Weitere Eindrücke einzelner Schüler*innen:

Esther: Es war wirklich toll. Zum einen war es mit der Gruppe total lustig und zum anderen hat man einen tollen Einblick hinter die Kulissen (im wahrsten Sinne des Wortes) bekommen, hinsichtlich der Berufe am Theater und vieler interessanter Informationen rund ums Theater. Dass zum Beispiel ab einer Bühnengröße von 100m2 ein Feuerwehrmann am Theater sein muss.

Linus: Ich fand es cool, dass uns auch erzählt wurde, wieso man am Theater nicht pfeift.

 

Die Aufführungstermine des „Kleinen Horrorladens“ im Nikolaus-Cusanus-Haus in Stuttgart-Birkach finden Sie auf der Seite des Theaterprojekts.