Alles andere als nur Show!

Die Schüler*innen der Klasse 8B hörten bei einer Probe des Chors der Staatsoper Stuttgart zu.

Zu diesem besonderen Erlebnis kam es, weil der Vater eines Schülers im Opernchor singt.

Begrüßt wurden die Jugendlichen sehr freundlich vom Chordirektor Manuel Pujol, der sie direkt aufforderte, sich auf die freien Stühle zwischen die Sänger*innen zu setzen. So seien sie mitten im Geschehen und würden auch besser hören. Als der Chor zusammen mit ihrem Korrepetitor kurze Zeit später auf Aufforderung Pujols aus dem Stehgreif das Finale der „Zauberflöte“ anstimmte, war jedoch klar, dass man in jeder Ecke des Chorsaals gut hören könnte, so stimmgewaltig sangen die etwa 70 Sänger*innen. Die „Zauberflöte“ stand nicht auf dem Probenplan, das Finale war vielmehr ein kleines Geschenk an die Klasse, da sie die Inszenierung vor einigen Monaten gemeinsam gesehen hatten. Außerdem veranschaulichte der Chordirektor den Jugendlichen damit, dass ein*e Opernsänger*in 50 bis 60 Opernpartien auswendig kennt.

Anschließend wurden intensiv Mozarts Oper „Idomeneo“ sowie Teile aus Verdis „Aida“ geprobt. Nachdem die Klasse am Probenende (zu Recht!) das große Kompliment erhielt, eine „Traumklasse“ zu sein, durften sie auch noch zusammen mit den Profis „Bruder Jakob“ singen. Als Erinnerung schenkte der Chor den Jugendlichen einen Stift in Form einer Karotte mit dem Aufdruck „Staatsopernchor Stuttgart“, weshalb schließlich 25 strahlende Gesichter das Opernhaus durch den Künstlereingang verließen. Der Staatsopernchor Stuttgart zählt zu den erfolgreichsten Opernchören Europas. In den vergangenen Jahren wurden seine 77 Sänger*innen mehrfach zum „Opernchor des Jahres“ gewählt.

 

Stimmen der Schüler*innen:

Emilia: „Ich fand es total beeindruckend, wie laut sie singen können. Außerdem hat der Dirigent die Probe mit Herzblut geleitet und alles rausgehört, jede einzelne Stimme.“

Maja: „Die Sänger*innen singen wirklich extrem laut. Während der Probe hatte ich außerdem ein richtiges 3D-Erlebnis, wenn z.B. zuerst nur die Frauen, dann nur die Tenöre und Bässe gesungen haben. Wir saßen ja zwischendrin und der Klang ging wie eine Welle durch den Raum. Zudem hätte ich erwartet, dass der Dirigent keinen Humor hat, aber der war ja total lustig!“

Anna: „Ich fand die Probenergebnisse sehr beeindruckend. Als der Chordirektor zum Beispiel gesagt hat ‚Jetzt noch ein bisschen mehr Mozart‘, klang es plötzlich ganz anders!“

Lucas: „Alle waren gut drauf. Wirklich alle Sänger*innen waren nett, lustig, offen, haben uns begrüßt und mit uns gesprochen. Das fand ich super!“

Silvia: „Ich fand den Pianisten richtig gut. Der Dirigent hat gesagt, wo es losgeht und der Pianist spielte eine Sekunde später los.“

Greta: „Das Finale der Zauberflöte – krass, dass die das auf Anhieb auswendig lossingen und -spielen konnten!“ (A.d.R.: Frau Fischer übrigens auch, sie hat direkt mitgeträllert!)

Lucas: „Mir ist der Unterschied zwischen dem Zuschauerraum und dem Backstage-Gebäude aufgefallen. Der Zuschauerraum ist total alt, aber sehr schön renoviert. Hinten dagegen ist es einfach ein normales, altes Gebäude.“