Meeresbiologische Studienfahrt nach Katalonien 2024: Abenteuerbericht

Am 2. Juni brachen wir zu unserer meeresbiologischen Studienfahrt nach Katalonien auf. Mit viel Vorfreude und Neugierde machten wir uns auf den Weg.

Kajakfahren und Schnorcheln

Nach einer langen Fahrt erreichten wir am Nachmittag des 3. Juni unser erstes Ziel. Wir wurden herzlich von unserem Guide empfangen, der Kajaks vermietet und Touren anbietet. Er zeigte uns alles rund ums Kajakfahren und gab uns wertvolle Tipps. Während wir in unseren Kajaks waren, erklärte er uns die verschiedenen Details des Meeres, von den Gerüchen des Meeres und der Felsen bis hin zu den wunderschönen Geräuschen von Wellen und Vögeln. Er erzählte uns viele interessante Fakten über das Meer und seine Bewohner. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Seegurken wichtige „Reiniger“ des Meeresbodens sind? Sie fressen Müll, was zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts beiträgt. Am Ende des Tages nutzten wir die Gelegenheit zum Schnorcheln. Die Unterwasserwelt war faszinierend und bot atemberaubende Ausblicke auf bunte Fische, Korallen und sogar einige Seeigel, die sich an den Felsen festhielten.

 

Sezieren von Fischen

Der nächste Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück. Dann gingen wir in die Stadt, während unsere Lehrer frischen Fisch holten, den wir dann sezierten. Zurück im Hotel bereiteten wir die Fische für das Sezieren vor und erfuhren viel über die Vielfalt des Meereslebens. Es war erstaunlich zu sehen, wie komplex das Innere eines Fisches ist. Wir entdeckten faszinierende Organe wie die Schwimmblase, mit der Fische ihren Auftrieb regulieren. Ein weiteres Highlight war das Herz, das bei Fischen nur zwei Kammern hat – im Gegensatz zu den vier Kammern des menschlichen Herzens. Die für die Körpergröße sehr große Leber spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung und Speicherung von Nährstoffen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Meer. Leider mussten wir den Ausflug abbrechen, da Feuerquallen im Wasser waren und einige von uns mit den Nesseln in Berührung kamen. Wir lernten, dass man bei einem Stich die Stelle mit nassem Sand einreiben und dann mit einem flachen Gegenstand anzukratzen soll. Wir kehrten zu einem nahegelegenen Sandstrand zurück und schnorchelten im sicheren Wasser.

 

Ein Tag in Barcelona

Am 5. Juni führte uns unsere Reise nach Barcelona, eine Stadt voller Kultur und Geschichte. Unser erster Halt war das berühmte L'Aquarium de Barcelona. Die Vielfalt der Meereslebewesen, die wir dort sahen, war beeindruckend. Von bunten Korallen bis hin zu majestätischen Haien bot uns das Aquarium eine aufregende Unterwasserwelt. Wir haben erfahren, dass Haie seit über 400 Millionen Jahren in den Ozeanen leben und die am besten angepassten Jäger im Meer sind. Mit unseren Aufgabenheften erkundeten wir das ganze Aquarium. Nachdem wir etwas Freizeit in der Stadt verbracht haben, besuchten wir die Kirche Sagrada Família. Die beeindruckende, von Antoni Gaudí entworfene Basilika hat uns sprachlos gemacht. Die feinen Details der Fassade und die prächtigen Buntglasfenster im Inneren gaben uns einen tiefen Einblick in Gaudís visionäre Architektur und Barcelonas reiche Kulturgeschichte. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang durch die Stadt kamen wir schließlich wieder in Sant Feliu de Guíxols an.

 

Wandern und Schnorcheln

Am 6. Juni machten wir einen Spaziergang entlang der Küste. Wir erkundeten einsame Buchten und genossen atemberaubende Ausblicke auf das Meer. Immer wieder machten wir Zwischenstopps, um im ruhigen Wasser zu schnorcheln und die vielfältige Unterwasserwelt zu bewundern. In Gruppen haben wir auch die Botanik des Mittelmeerraums studiert. Wir haben uns die folgenden Pflanzen genauer angeschaut:

Opuntie (Feigenkaktus): Diese Pflanze hat sich an ihre trockene Umgebung angepasst und speichert Wasser in ihren saftigen Blättern. Sie kann extreme Hitze und Trockenheit überstehen.

Agave: Die Agave ist ebenfalls eine winterharte Pflanze, die in trockenen Gebieten überlebt. Sie hat natürliche Heilqualitäten und ist besonders bei Verstopfung ideal. Die Lebensdauer beträgt bis zu 30 Jahre.

Rosmarin: Ein duftendes Kraut, das häufig in der mediterranen Küche verwendet wird und für seine medizinischen Eigenschaften bekannt ist. Es hat eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.

Pinie: Diese Bäume sind typisch für die Mittelmeerküste und produzieren essbare Pinienkerne. Sie können bis zu 250 Jahre alt werden.

Hottentottenfeige: Die essbare Mittagsblume ist eine Sukkulente, die oft zum Erosionsschutz verwendet wird. Ihre Früchte sind essbar und sehr nahrhaft.

Seegras: Eine Pflanze, die für ein Ökosystem wichtig ist, in dem viele Meerestiere leben. Es hilft auch, Küstenerosion zu verhindern.

Zitrusfrüchte: wie Orangen und Zitronen, die in der Gegend häufig vorkommen. Sie sind reich an Vitamin C und haben viele gesundheitliche Vorteile.

Feige: Eine weitere typische Pflanze, die sowohl frisches Obst als auch trockene Snacks bietet. Ihre Früchte sind eine gute Quelle für Ballaststoffe und Antioxidantien.

 

Rückkehr

Am letzten Tag, dem 7. Juni, tauchten wir nach dem Frühstück noch einmal, um alles zu vertiefen, was wir in den vergangenen Tagen gesehen und gelernt hatten. Wir genossen unsere letzten Stunden in der Unterwasserwelt und verabschiedeten uns von den faszinierenden Meeresbewohnern. Wir kamen mit vielen neuen Eindrücken, Geschichten und einem tieferen Verständnis des Meeres zurück. Diese Reise war nicht nur ein Ausflug, sondern ein unvergessliches Abenteuer, das uns alle bereichert und inspiriert hat.