Zwei Wochen, nachdem die Spanier von Stuttgart nach Barcelona zurückgekehrt waren, war es am 14. April endlich soweit: alle Koffer waren gepackt, man hatte sich endlich geeinigt, wer nun im Flugzeug am Fenster sitzen dürfte und das lange Warten hatte ein Ende. Wir betraten das Flugzeug und nach einer Stunde landeten wir schon in Spanien. Das Erste was man sah, als man die lange Rolltreppe in Terminal 3 herunterfuhr, waren die riesigen Palmen, malerisch gelegen unter dem von der untergehenden Sonne rosa getönten Himmel. Nach vielerlei Chaos und Trubel im Versuch die eigenen Gasteltern zu finden, traf sich ein Großteil der Gruppe noch in einem Kebab Restaurant um ein für Spanien wichtiges Fußballspiel anzusehen. Man muss wissen, dass den Spaniern Fußball wirklich sehr wichtig ist. Meine Austauschfamilie hat ein Spiel sogar während der Fahrt im Auto mitverfolgt.
Am nächsten Tag, alle gewöhnten sich noch an das gute Wetter, besuchten wir alle gemeinsam die Innenstadt Barcelonas. Nachdem wir in der riesigen Markthalle alle sowohl traditionellen Spezialitäten wie zum Beispiel die verschiedensten Gerichte aus Meeresfrüchten als auch Gerichte aus aller Welt bestaunt und natürlich auch probiert hatten, liefen wir unter dem blauen Himmel Richtung Hafen. In den nächsten Tagen besuchten wir verschiedene Bauwerke des Architekten Antonio Gaudís, darunter die Sagrada Família und den Parque Guëll (ein wirklich sehenswerter Park mit einer tollen Sicht auf Barcelona und das Meer und schöner Architektur), fuhren mit einem Kleinbus in das wundervolle Fischerdorf Sitges, südlich von Barcelona, und besuchten den Unterricht in der spanischen Schule, der einen starken Kontrast zum Unterricht am PGH darstellte.
Natürlich gab es auch am Wochenende verschiedene schöne Aktivitäten, die wir mit unseren Austauschfamilien gemacht haben: wir sind am Samstagabend etwa eine Stunde nach Sant Pol del Mar, ein kleines Städtchen an der spanischen Küste, gefahren um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Ich hatte einmal meinen Austauschpartner gefragt, ob wir das nicht vielleicht machen können, und dann haben wir das tatsächlich gemacht. Wer also mal zum Schüleraustausch nach Spanien mitkommt, und eine konkrete Idee hat, was man am Wochenende machen kann: Die Gastfamilien sind sehr darum bemüht, dass es einem gut geht, und wenn man z.B. einen Sonnenuntergang am Meer sehen will, lohnt es sich auf jeden Fall zu fragen. Der Sonnenuntergang, den wir gesehen haben, war nicht der spektakulärste, aber die entspannte Atmosphäre am Strand hat das wieder wettgemacht.
Abends trafen wir uns oft um Pizza oder Churros zu essen und uns Sant Cugat, den Vorort indem die meisten unserer Austauschpartner lebten, zu erkunden. Doch auch der schönste Urlaub hat mal ein Ende. Die Zeit war wie im Flug vergangen und der letzte Abend gekommen. Nach wie vor war das Wetter perfekt und die meisten entschieden sich, sich noch einmal mit allen anderen zu treffen. Gemeinsam verbrachten wir also den Abend beim Lasertag und dachten noch einmal an die schöne Zeit zurück. Insgesamt waren die meisten gut miteinander ausgekommen und wir aus Stuttgart hatten eine fantastische Zeit in Spanien gehabt. Der Austausch mit der spanischen Kultur, die Idee, einfach mal zu tun was einem grade einfiel und ein wenig Spanisch zu lernen waren sehr wertvolle Erfahrungen, die man nur weiterempfehlen kann.
Wer also noch am Überlegen ist, ob man das mit seinen vielleicht noch nicht allzu guten Sprachkenntnissen hinkriegt: selbst wenn man nicht so gut Spanisch spricht kommt man meist gut zurecht. Schon allein die tolle Zeit in Barcelona und die Erlebnisse machen das wieder wett. Es lohnt sich auf jeden Fall sehr, teilzunehmen!






