Robeat in the House

Beatboxing-Workshop mit dreifachem nationalen Vizemeister „Robeat“ begeistert das PGH

Wenn der Körper zum Instrument wird: Der Beatboxing-Profi Robeat brachte auch 2026 wieder die Wände des PGH zum Beben – mit kreativen Beats, spannenden Einblicken in das Musikerleben und jeder Menge Spaß!

Das gibt’s doch nicht! – Kaum begann die Stunde, öffnete jemand eine Bierflasche, goss die gluckernde Flüssigkeit ins Glas, trank es genüsslich und geräuschvoll aus und ließ ein wohliges „ah“ hören – im Unterricht! (????)

….. und es waren alles „nur“ Soundeffekte – Beatboxen! Das reinste Akustikbad für die Ohren…

Am Mittwoch, den 07.10.2026, war es endlich wieder soweit: dreifacher nationaler Vizemeister im Beatboxing Robeat stattete dem PGH bereits zum vierten Mal einen Besuch ab und begeisterte die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen sowie den Großen Chor mit seiner mitreißenden Kunstform – dem Beatboxing.

Schon in den ersten Minuten füllte sich das Klassenzimmer mit energiegeladenen Sounds: trommelnde Bassdrums, knackige Snares und überraschend echte Alltagsgeräusche wie quietschende Reifen oder das bekannte „Zirpen der Grille“. Und das alles nur mit Mund, Lippen und Stimme!

Robeat, der in der internationalen Beatbox-Szene regelmäßig in Battles mit anderen Künstlern antritt, zeigte eindrucksvoll, dass man ein Instrument in sich trägt. Mit seiner humorvollen Art gelang es ihm, die SchülerInnen sofort zum Mitmachen zu animieren. Schritt für Schritt wurden die „Instrumente des Schlagzeugs“ erlernt – und plötzlich war das Klassenzimmer eine groovende Jam-Session: PpKzPzKz ist gar nicht so leicht, wenn man das dauerhaft im Rhythmus macht und mit anderen Patterns kombiniert. Auch den Effekt durch Mikroverstärkung durften die Schülerinnen und Schüler testen – was nicht selten zu Lachanfällen führte, denn die eigene Stimme hört sich über die Verstärkung ja doch fremd an. Zwischendurch bekamen die Jugendlichen immer wieder den Eindruck, sich in einem Techno-Club oder einer Jazz-Bar zu befinden, je nach vorgestellten Patterns oder Geräuschen. Nachmachen? Klar! Aber für uns Ungeübte unmöglich, bzw. mit Lippen- oder Zungenkrämpfen verbunden.

Auch die 60 Chormitglieder durften später mitmachen: Gemeinsam wurden Beats gelegt und gesungen – ein kreatives Experiment, das zeigte, wie sich Beatboxing wunderbar mit Gesang verbinden lässt. Vielleicht entdeckt der Chor ja bald neue Talente, die sich mutig an eigene Beats wagen!

Neben Rhythmus und Spaß brachte der Workshop auch einen Einblick in die Berufswelt: Robeat arbeitet seit fast 20 Jahren als freischaffender Künstler, tourt durch Deutschland und Europa und ist sogar Erfinder der „Pizzakatze“: eine Sprechübung, die bei hoher Geschwindigkeit und mit übertrieben stark artikulierten Konsonanten ein guter Einstieg in das Beatboxen ist.

Nicht in Verlegenheit brachte Robeat die von einer Klasse gestellte Challenge mit den Wörtern „Dollar, Auto, Euro“. War es ein Lamborghini oder ein Porsche, der an den faszinierten Teenagern vorbeiraste und dabei Geldscheine aufwirbelte?

Am Ende des Workshops war allen klar: Musikunterricht kann klingen, grooven und richtig Spaß machen!