pgh-production – die neueste Produktion der Kultur-AGs des Paracelsus-Gymnasiums Hohenheim zeigen

Dracula

100 Schülerinnen und Schüler sorgen für schaurige, atemberaubende und magische Momente

EU unterstützt Grusel am PGH

(ell) Die kulturellen AGs des Paracelsus-Gymnasiums-Hohenheim arbeiten fieberhaft an ihrer neuesten Theaterproduktion. Im Juni 2018 wird der berühmte Graf Dracula (nach Bram Stokers Roman „Dracula“) die Zuschauer des Nikolaus-Cusanus-Hauses das Fürchten lehren.

Momentan werden zahlreiche Fragen heiß diskutiert und ausprobiert: Wie könnte Draculas furchterregendes Schloss auf einer Bühne aufgebaut werden? Wer verkörpert die beiden wunderschönen jungen Damen Lucy und Mina oder den Verrückten Renfield am besten? Wie werden die blutarmen Vampire am Überzeugendsten geschminkt? Und vor allem: Wie können auch Leichtigkeit und Witz einen Platz im Stück erhalten? Voller Spannung werden zudem die in „Dracula“ integrierten Auftritte der neu gegründeten Flamenco-AG erwartet, angeleitet von Mariella Martino, die diesen feurigen Tanz seit frühester Kindheit selbst praktiziert.

Unterstützt werden die „pgh-productions“ während des ganzen Schuljahres von der „Kooperativen Berufsorientierung“, einem Projekt zur Förderung der beruflichen Orientierung an baden-württembergischen Schulen. Gefördert vom Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit dürfen beispielsweise Profis eingeladen werden, die ihr Wissen an die fast 100 beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie ihre AG-Leiter weitergeben. Angedacht sind bisher der Besuch einer Maskenbildnerin und eines Bühnenbildners.

Wer das blutige Ergebnis betrachten möchte, kann sich bereits jetzt die Vorstellungstermine vormerken: „Dracula“ wird vom 16. bis 19. Juni 2018 täglich im Nikolaus-Cusanus-Haus gespielt.


Irdische Sorgen und außerirdischer Beistand

Projekt 2016/17

Wieder einmal geht eine wundervolle Theaterproduktion zu Ende. Während der vergangenen acht Monate arbeiteten über 100 SchülerInnen und LeherInnen des Paracelsus-Gymnasiums-Hohenheim intensiv zusammen, um fünf außerirdische Vorstellungen des Theaterstücks 'Hase Hase' von Coline Serreau auf die Bühne zu bringen. Aufgeregt aber voller Vorfreude haben wir uns Tag für Tag nach den Aufführungen gesehnt - und plötzlich war es soweit. Es war wunderbar zu spüren, dass wir in den Momenten, in denen es darauf ankam, alle füreinander da waren. Nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne (zum Beispiel beim Umziehen oder in der Maske) bestand zwischen den SchülerInnen der verschiedenen Stufen gegenseitige Unterstützung. Alle gaben ihr Bestes. Unsere harte Arbeit hat sich schließlich ausgezahlt, denn unser Publikum wurde von unserer Freude mitgerissen und war begeistert.

Minh Anh N.,Ezgi S.


(mg) Nichts ist so schwer wie die leichte Kunst. Das wissen alle Profis am Theater – und denken stets sehr genau darüber nach, ob sie sich als Schauspieler eine Komödie antun oder lieber doch eher eine dramatisch-ernste Rolle in Erwägung ziehen. Mit derartigem Nachdenken erschweren sich die Schülerinnen und Schüler am pgh:-) ihre Vorbereitungen nicht. Da geht es frisch und frei monatelang in die Proben, um dann am Ende fünf Aufführungen im Nicolaus-Cusanus-Haus zu stemmen. „Hase Hase“, eine Komödie von Coline Serreau stand auf dem Programm, kein leichtes Projekt von Theater-, Bühnenbild-, Kostümbild-, Technik-AG und Orchester, aber eines mit dem mehr als einhundert „pgh-ler“ zu begeistern wussten.

(ell) Zum Glück war alles nur Spiel, denn, wer weiß, ob die Menschheit von den Außerirdischen verschont würde, wenn all das Wirklichkeit wäre, was auf der Bühne des Cusanus-Hauses aufgeführt wurde. Die Geschichte geht aus vom jüngsten Sohn der Pariser Familie Hase, der glaubt, ein Außerirdischer zu sein. Er sei auf die Erde geschickt worden, um zu prüfen, ob die Menschheit weiter existieren solle. Mutter Hase hat derweil ganz irdische Sorgen: in ihrer Familie reiht sich eine Katastrophe an die andere – und alle ihre Kinder wollen plötzlich wieder zurück zu Mama! Obendrein nervt noch die schwer durchgeknallte Nachbarin Madame Duperri. Inmitten all dieser Pointen setzt Serreau politische Statements von beträchtlicher Radikalität. Hilft nur ein Staatsstreich des Militärs, also rüde Waffengewalt, gegen die Welt, wie sie ist? Oder gibt es doch noch ein Wunder, das den kleinen Leuten zu ihrem Traum von einer gerechteren Welt verhilft?


pgh productions

Als Schülerin oder Schüler des Paracelsus-Gymnasiums Hohenheim hat man einmal im Jahr die Möglichkeit, eine unvergessliche Erfahrung zu machen. Jeder kann Teil der großen Theaterproduktion, der „pgh productions“, werden. Das besondere an unserem Theater ist, dass die Schülerinnen und Schüler während der Vorstellungen für wirklich alles selbst verantwortlich sind: für Bühnenbild und Requisiten, Licht und Ton, Maske und Kostüm, Musik und Gesang, Schauspiel und Tanz. Jeder kleine Kniff, jeder große Moment liegt allein in Schülerhänden. Und genau dies führt jedes Jahr wieder zu einer unvergleichlichen Magie, die keiner vergisst, der sie je erlebt hat.

Etwa 100 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an dem Gemeinschaftsprojekt. Je nach Begabung treffen sie sich während des gesamten Schuljahres jeden Mittwochnachmittag in einer der beteiligten sieben AGs. Wer gerne schraubt, sägt und malt, ist in der Bühnenbild-AG glücklich. Die technisch versierten Schülerinnen und Schüler gehen in die Technik-AG, die musikalisch Interessierten treffen sich in Orchester- und Chor-AG. Außerdem gibt es noch die Kostüm-AG, die Flamenco- bzw. Tanz-AG, sowie einige Schülerinnen und Schüler, die sich um den Kartenverkauf, das Design der Plakate oder die Maske kümmern. Zuletzt können sich die spielwütigen Schülerinnen und Schüler für die Theater-AG entscheiden.

Und genau dies ist unser Geheimnis: Jeder kann in seinem Bereich mithelfen, um den Zuschauern (und sich selbst) ein umwerfendes Theatererlebnis zu bescheren. Und wirklich jeder ist bereit, für genau dieses Ziel sein Bestes zu geben – ohne wenn und aber.

Angeleitet von einem enthusiastischen AG-Leitungsteam werden die Beteiligten wöchentlich und in zahlreichen Zusatzproben auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Während der Probenwoche wirkt das pgh;-) dann wie leergefegt. Denn die Endproben finden nicht in der Schule, sondern auf der professionellen Bühne des Nikolaus-Cusanus-Hauses statt, wo traditionell die fünf Vorstellungen gespielt werden. Die Entwicklung während dieser Woche – begonnen beim Transport und Aufbau des Bühnenbildes, über das Einrichten der Schweinwerfer und Verstärker, bis hin zum Üben der großen Anfangs- und Schlussszenen – ist jedes Mal wieder überwältigend. Und am Ende stehen 90 Minuten Unterhaltung. Ob sich das lohnt? Und ob sich das lohnt – sagen wir!!!