„Staatstheater“-Gründung im PGH

Die „pgh-productions“, bestehend aus den kulturellen AGs des Paracelsus-Gymnasium-Hohenheim, gründen während des Großprojekts „Schule als Staat“ ein „Staatstheater“. Ein Schuljahr lang haben nahezu 90 Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Konstellationen trainiert, um nun ein abwechslungsreiches und täglich neues Programm zu präsentieren. Jeden Tag um 14 Uhr sowie um 15 Uhr (bei großer Nachfrage auch um 16 Uhr) wird im Musiksaal des Paracelsus-Gymnasiums ein Spektakel präsentiert, das dem Königspaar, allen Beamten, Bürgerinnen und Bürgern sowie dem gesamten auswärtigen Publikum den Atem rauben wird.

Eröffnet wird das Staatstheater am Dienstag, den 16. Juli mit einem vielfältigen „Varieté“, das von Artisten über Breakdance, Orchestermusik bis hin zu kurzen Sketchen und Zauberei keine Wünsche offen lässt. Am zweiten Vorstellungstag (Mittwoch, den 17. Juli) wird den Zuschauern mit Eugène Ionescos „Unterrichtsstunde“ absurd, satirisch und äußerst komisch dargestellt, wie Unterricht besser nicht ablaufen sollte. „Keeping up with Carlos“ wird am Donnerstag, den 18. Juli gespielt - ein Musiktheaterstück voller beliebter Melodien, deren Handlung, Personen sowie Choreografien die großartigen Darstellerinnen und Darsteller eigens für das Staatstheater entwickelt haben. Für die Improvisations-Show am Freitag, den 19. Juli, trainierten zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Theater- sowie der Technik-AG voller Begeisterung gemeinsam. Dabei erfuhren sie Lebensweisheiten, die sie ihrem Publikum während der Show spielend vermitteln werden: Konzentration hilft, Kreativität lässt sich üben und jeder Moment kann angenommen und in einen großen Spaß verwandelt werden! Wer unter der Woche keine Zeit hat, kann die Derniere des Staatstheaters am Samstag, den 20. Juli erleben. An diesem Tag wird das Varieté erneut mit Können, Musikalität sowie Spielfreude überzeugen.

Nach hervorragenden Erfahrungen der Zusammenarbeit während des letzten Projekts („Dracula“), wird auch das „Staatstheater“ von der Europäischen Union unterstützt. Die „Kooperative Berufsorientierung“ (KooBo), ein Projekt des Kultusministeriums Baden-Württemberg sowie des Internationalen Bunds e.V. zur Förderung der beruflichen Orientierung an baden-württembergischen Schulen, ermöglichte den Schülerinnen und Schülern den Kontakt mit zahlreichen Profis. So wurden fünf Schülerinnen während eines Maskenbild-Workshops von Melanie Jatzkowski, einer bezaubernden Maskenbildnerin des Staatstheaters Stuttgart, in ihr Handwerk eingeführt. Die Schülerinnen lernten, ganz normale Jugendliche innerhalb kürzester Zeit in Flamencotänzerinnen, alte Männer, Dragqueens und –kings, feine Gräfinnen, Punks, Verwundete und viele weitere Rollen zu verwandeln. Über zwanzig Darstellerinnen und Darsteller entschieden sich, während der Shows (gemeinsam und solistisch) singen zu wollen. Sie wurden (zusätzlich zu wöchentlichen musikalischen Proben) an mehreren Tagen von der gefragten Musicalsängerin und Gesangslehrerin Roberta Cunningham gecoacht, die einst selbst auf der Bühne des SI-Zentrums stand. Cunningham berichtete während der Workshops in spannenden Erzählungen unter anderem von ihren Erfahrungen als „Teekanne“ in dem bekannten Disney-Musical „Die Schöne und das Biest“. Die Tänzerinnen und Tänzer des „Staatstheaters“ konnten auf Wissen und Erfahrung der Tänzerin Birgit Mack (Tanzstelle Stuttgart-Möhringen) bauen. Sie stellte sich mühelos auf die unterschiedlichen Tanzstile ein und entwickelte in kürzester Zeit Choreografien für das „Varieté“. Dass Improvisationstheater eine besondere Theater- und Kunstform mit eigenen Regeln ist, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der „Impro-Show“ in mehreren lustvollen Trainings der professionellen Impro-Spieler Kati Schweitzer und Steve Jarand. Schweitzer und Jarand sind Ausführende des von der Stadt Stuttgart geförderten Projekts „Sprichs aus – Sprache, sprechen und Improvisationstheater“, stehen selbst regelmäßig auf den nationalen und internationalen Improvisations-Bühnen dieser Welt und erlernten ihr Können unter anderem bei Keith Johnstone, einem der bedeutendsten Improvisationstrainern unserer Zeit.

Da alle Beteiligten der „pgh-productions“ mit der gewohnten Begeisterung, Detailverliebtheit und Leidenschaft am „Staatstheater“ gearbeitet haben, kann am Ende wieder alle Verantwortung in den Händen der Schülerinnen und Schüler liegen – so das Konzept der „pgh-productions“.

Staatstheater

vier umwerfende Unterhaltungs-Shows während „Schule als Staat“

Dienstag16. Juli 2019*14 Uhr und 15 UhrVarieté*
Mittwoch17. Juli 201914 Uhr und 15 UhrIonesco: „Die Unterrichtsstunde“
Donnerstag18. Juli 201914 Uhr und 15 Uhr„Keeping up with Carlos“ (Musical)
Freitag19. Juli 201914 Uhr und 15 UhrImpro-Show
Samstag20. Juli 201914 Uhr und 15 UhrVarieté

*am 16. Juli finden ausschließlich Theatervorstellungen statt, „Schule als Staat“ beginnt offiziell erst am 17. Juli.

im Musiksaal des Paracelsus-Gymnasiums-Hohenheim, Paracelsusstr. 36, 70599 Stuttgart.

Karten- oder Platzreservierung ist nicht möglich. Der Kartenverkauf findet am Tag der jeweiligen Show ab 10 Uhr vor dem Musiksaal statt. Der Eintrittspreis beträgt umgerechnet 2 €. In eigens für „Schule als Staat“ eingerichteten Wechselstuben kann Geld gewechselt werden, bitte kommen Sie hierfür rechtzeitig.

Parallel zum Staatstheater arbeiten insbesondere die Bübis bereits mit Hochdruck am „Kleinen Horrorladen“, der zu den in Deutschland am häufigsten aufgeführten Musicals zählt. Schon jetzt können Sie sich auf knallbunte, vergnügliche, absurde Trash-Horror-Comedy-Unterhaltung auf hohem Niveau freuen! Die Aufführungen des „Kleinen Horrorladens“ werden im Frühsommer 2020 wie gewohnt auf der Bühne des Nikolaus-Cusanus Hauses in Stuttgart Birkach stattfinden. Wir werden Sie rechtzeitig daran erinnern!

Markieren Sie sich unsere Termine schon jetzt knallbunt in Ihrem Kalender, wir freuen uns auf Ihr Kommen!


pgh productions

Als Schülerin oder Schüler des Paracelsus-Gymnasiums Hohenheim hat man einmal im Jahr die Möglichkeit, eine unvergessliche Erfahrung zu machen. Jeder kann Teil der großen Theaterproduktion, der „pgh productions“, werden. Das besondere an unserem Theater ist, dass die Schülerinnen und Schüler während der Vorstellungen für wirklich alles selbst verantwortlich sind: für Bühnenbild und Requisiten, Licht und Ton, Maske und Kostüm, Musik und Gesang, Schauspiel und Tanz. Jeder kleine Kniff, jeder große Moment liegt allein in Schülerhänden. Und genau dies führt jedes Jahr wieder zu einer unvergleichlichen Magie, die keiner vergisst, der sie je erlebt hat.

Etwa 100 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an dem Gemeinschaftsprojekt. Je nach Begabung treffen sie sich während des gesamten Schuljahres jeden Mittwochnachmittag in einer der beteiligten sieben AGs. Wer gerne schraubt, sägt und malt, ist in der Bühnenbild-AG glücklich. Die technisch versierten Schülerinnen und Schüler gehen in die Technik-AG, die musikalisch Interessierten treffen sich in Orchester- und Chor-AG. Außerdem gibt es noch die Kostüm-AG, die Flamenco- bzw. Tanz-AG, sowie einige Schülerinnen und Schüler, die sich um den Kartenverkauf, das Design der Plakate oder die Maske kümmern. Zuletzt können sich die spielwütigen Schülerinnen und Schüler für die Theater-AG entscheiden.

Und genau dies ist unser Geheimnis: Jeder kann in seinem Bereich mithelfen, um den Zuschauern (und sich selbst) ein umwerfendes Theatererlebnis zu bescheren. Und wirklich jeder ist bereit, für genau dieses Ziel sein Bestes zu geben – ohne wenn und aber.

Angeleitet von einem enthusiastischen AG-Leitungsteam werden die Beteiligten wöchentlich und in zahlreichen Zusatzproben auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Während der Probenwoche wirkt das pgh;-) dann wie leergefegt. Denn die Endproben finden nicht in der Schule, sondern auf der professionellen Bühne des Nikolaus-Cusanus-Hauses statt, wo traditionell die fünf Vorstellungen gespielt werden. Die Entwicklung während dieser Woche – begonnen beim Transport und Aufbau des Bühnenbildes, über das Einrichten der Schweinwerfer und Verstärker, bis hin zum Üben der großen Anfangs- und Schlussszenen – ist jedes Mal wieder überwältigend. Und am Ende stehen 90 Minuten Unterhaltung. Ob sich das lohnt? Und ob sich das lohnt – sagen wir!!!