Unser Kulturprogramm fasst die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften aus dem künstlerischen und darstellenden Bereich, nämlich Theater, Bühnenbild und Musik zusammen. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit von Theater-AG, Bühnenbild-AG, Technik-AG, Chor und Orchester im alljährlich stattfindenden Theaterprojekt, das in fünf qualitativ hochwertigen Aufführungen mit über 100 Mitwirkenden die unterschiedlichsten Talente der Schüler zur Geltung bringt und prägend für die Schulgemeinschaft ist.

Durch die Einbindung von Projekten in den Fachunterricht aller Klassenstufen ist der kulturelle Schwerpunkt auch im Unterricht verankert. Es ist sichergestellt, dass alle Schüler vielseitige Anknüpfungsmöglichkeiten zu „Kultur“ erhalten – beispielsweise im Rahmen des Vorlesewettbewerbs, im Zirkus, beim Video- und beim Rhetorikprojekt oder bei Workshops mit der Jungen Oper.

Das Kulturprogramm ist für uns ein äußerst wichtiger Bestandteil des Schullebens, denn es stiftet Identität und sorgt dafür, dass sich die Schüler mit ihren individuellen Fähigkeiten einbringen und diese weiterentwickeln können.

Im Kulturprogramm erwerben die Schüler ein Gesamtpaket wichtiger Kompetenzen, u.a. kreatives Denken, emotionales Empfinden und Eigenverantwortung. Damit tragen wir maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei.


Händel-Projekt der Klasse 6B mit dem SWR

Wir, die Klasse 6B, führten im ersten Halbjahr des Schuljahres 2017/18 im Musikunterricht ein Händelprojekt durch.

Der Anlass für das Projekt ist ein Geburtstagsfest: Georg Friedrich Händel wird in diesem Jahr 333 Jahre alt. Aus diesem Grund haben die Chöre und Orchester der ARD Sendeanstalten Schulen in ganz Deutschland eingeladen an dem Schulprojekt „Ein ARD-Konzert macht Schule: Das Händel-Experiment“ teilzunehmen. Wir feierten diese Händel-Geburtstagsparty an unserem Kulturellen Abend im Musiksaal des PGH.

Vorbereitung

Frau Schlick gab uns ein Arrangement des „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, welches wir singen und instrumental spielen wollten. Frau Schlick hatte es sich für uns ausgedacht. Dieses Stück übten wir dann in den nächsten Musikstunden. Zuerst sangen wir es als Kanon, etwas später spielten wir es instrumental. Alle Kinder, die ein Instrument spielen können, brachten dazu ihre Instrumente mit: Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Trompete, Ukulele. Schlagzeug, Cajon, Keyboards und Flügel verwendeten wir in der Schule. Die anderen Kinder spielten Glockenspiel.

Nun kam Birgit Rismondo, Rhythmikerin und Musikvermittlerin des SWR-Vokalensemble, zu uns in eine Musikstunde, erzählte uns über den SWR und zeigte uns einen Film zum Händelprojekt.
Im Deutschunterricht bei Frau Kütterer bereiteten wir ein Interview für den Kulturellen Abend vor.

Sängerbesuch am PGH

In eine weitere Musikstunde kam Torsten Müller, ein Basssänger des SWR Vokalensembles in unsere Klasse. Wir hatten Fragen vorbereitet, die wir ihm stellten. Er sang uns sogar eine Arie aus Mozarts „Zauberflöte“ vor, wovon wir alle sehr begeistert waren. Torsten Müller erzählte uns auch von seinen Hobbys. Er verriet uns, dass er gerne Fahrrad fährt. Außerdem klärte er uns über seinen Beruf auf, und damit wissen wir, dass der Job „Sänger“ nicht so entspannt ist, wie man vielleicht denkt.

Aufnahme im Tonstudio

Und eines Tages war es dann so weit: Wir machten uns mit Frau Kütterer und Frau Schlick auf den Weg zum SWR-Funkhaus in Stuttgart, um Torsten Müller selbst an seinem Arbeitsplatz zu besuchen und dort unser Stück aufzunehmen. Dort angekommen wurden wir in einen riesigen Saal geführt. Frau Rismondo, Torsten Müller und das Technikteam (das sind ein Tonmeister, ein Toningenieur und ein Tontechniker) und ein Kameramann waren außerdem da. Nun wurde unser Gesangsstück, der Halleluja-Kanon, professionell aufgenommen. Wir sangen es mehrmals, damit die beste Version ausgesucht werden konnte. Als wir damit fertig waren, durfte die Hälfte von uns in den Mischraum, um sich unser Lied anzuhören. Dann sangen wir das Lied erneut. Nun durfte die andere Hälfte der Klasse auch in den Mischraum und hörte sich die beiden besten Versionen des Liedes an. Dann stimmten wir ab, welche der Versionen die bessere war, denn vielleicht wird unser Lied im Internet, Radio oder Fernsehen zu hören sein! Nachdem das alles vorbei war, wurde das Stück instrumental aufgenommen. Das klappte ganz gut, und deshalb gibt es davon nur eine Version. Nun endlich waren wir fertig und fuhren nach Hause.

Doch einige Zeit später kam Frau Rismondo wieder und übte mit uns im Musiksaal für Videodrehaufnahmen im Hohenheimer Schlosspark. Sie hatte sich nämlich zu unserem Lied passend zum Text Szenen ausgedacht: Szenen mit Bewegung und Standbild, mit Spalier und barocker Kleidung und einer Rhythmusperformance mit Muffinförmchen.

Einige Zeit später kam Frau Rismondo mit einem Kameramann des SWR zu uns. Wir gingen in den Park und alle unsere Szenen wurden geprobt und gefilmt. Es hat gut geklappt, und es war sogar eine Reporterin der Stuttgarter Zeitung da. Sie führte ein Interview mit einigen von uns, guckte uns zu und schoss Fotos für einen Zeitungsartikel, der wenige Tage später erschien. Als dann endlich alles im Kasten war, waren wir alle sehr glücklich. Der SWR hat unsere Bild- und Tonaufnahmen übereinandergeschnitten, sodass wir unser eigenes professionelles Musikvideo haben!

Das Finale: Unser kultureller Händel-Abend

Im voll besetzten Musiksaal des PGH begann unser Kultureller Abend mit einer Videobotschaft des SWR Vokalensembles, einer extra für uns eingesungenen Bourree von Händel und unserem Tanz dazu in barocken Kostümen.

Nach einem Bericht über unser Händelprojekt folgte unser selbst komponiertes Klassenrondo, das Lena Hummel und Maximilian Löns aus der 9. Klasse mit Querflöte und Klarinette vortrugen. Nun war ein von uns geschriebenes Interview zwischen Händel und Zeugen seiner Zeit zu hören, das einen lebendigen Eindruck von Händels musikalischen Erfahrungen vermittelte.

Zum ersten Mal durften wir danach unser von Holger Heimsch, SWR, produziertes Musikvideo hören und sehen, auf das wir so gespannt waren! Auf das von uns mit vielen Emotionen gesungene „Hallelujah“ von Jeff Buckley trugen wir eine Erlebniserzählung vor, die die Zuhörer zur explosiven Uraufführung der Feuerwerksmusik nach London mitnahm. Und zum Schluss spielten und sangen wir unser eines Halleluja vor. Jael Bordne und Mara Socher moderierten die Abendveranstaltung souverän.

Bei musikalisch verzierten Leckereien unserer Eltern ließen wir den gelungenen Abend ausklingen.

Luisa und Jan, Klasse 6B


Theaterprojekt der 5. Klassen am Jungen Ensemble Stuttgart

(kr) Im Anschluss an den Besuch des Stückes „Nachtgeknister“ des JES setzten sich die 5. Klassen in Workshops mit dem Thema 'Angst' auseinander.

Wovor habt ihr Angst? Vor leeren Puppenhäusern, Spinnen, Luftballons mit Clownsgesicht oder dem Weihnachtsmann? Als Antwort entwickelten die Fünftklässler unter Anleitung des Theaterpädagogen Peter Galka in der letzten Januarwoche einen Vormittag lang kleine Spielszenen zu alltäglichen und eher phantastischen „Angstmachern“. Vorangegangen war den Workshops am Jungen Ensemble Stuttgart (JES) ein gemeinsamer Besuch des Stückes „Nachtgeknister“. Darin bringt Marie ihren kleinen Bruder Francois mit schaurigen Gutenachtgeschichten um den Schlaf. Das Theaterprojekt findet im Rahmen der Partnerschaft unserer Schule mit dem JES statt und soll den neuen Schülerinnen und Schülern das „Ankommen am PGH“ erleichtern. Denn während des Projekts lernen die Fünftklässler nicht nur das Theater näher kennen, sondern auch ihre neue Klasse – durch Gruppenaufgaben, Improvisationen, Spiele und sehr viel Spaß. Und so stellten die Schüler am Schluss ganz verschiedene Ängste und Angstmacher szenisch dar – nur die Angst vor der Schule war zum Glück nicht dabei!


PGH ist Partnerschule des JES

(kr) Für dramatische Auftritte hat das PGH seit jeher eine Vorliebe. Dafür stehen die zwei Theater AGs der Schule sowie der Kurs „Literatur und Theater“ an der Oberstufe. Durch die neue Partnerschaft mit dem JES wird dieses theaterpädagogische Angebot jetzt nochmals erweitert.

Das Stuttgarter Kinder- und Jugendtheater wurde bereits zweimal von der Fachzeitschrift „Deutsche Bühne“ zum besten Off-Theater gewählt und erhielt 2009 den deutschen Bühnenpreis „Der Faust“.

Die Partnerschaft zwischen PGH und JES soll es allen unseren Klassen ermöglichen, mindestens einmal im Schuljahr eine aktuelle, altersgerechte Theaterinszenierung zu besuchen und diese gegebenenfalls auch mit erfahrenen Theaterpädagogen produktiv vor- oder nachzubearbeiten.

Weitere Projekte im Rahmen dieser Partnerschaft sind in Planung. Wir freuen uns auf eine produktive, inspirierende Zusammenarbeit mit den Theatermachern vom Jungen Ensemble Stuttgart!