Sozialcurriculum

Im gesellschaftlichen und familiären Leben, aber auch im schulischen Alltag wird es immer wichtiger, soziale und persönliche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln. Die gezielte Vermittlung sozialer und personaler Kompetenzen ist daher als Aufgabe jeder Schule in den neuen Bildungsplänen verankert. Der Bildungsplan führt unter den sogenannten „Allgemeinen Leitperspektiven“ Aspekte auf, die auf Stärkung der Persönlichkeit, Teilhabe und Gemeinschaftsbildung abzielen.

Die fünf für uns wichtigsten sozialen Kompetenzen sind:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Empathiefähigkeit/Einfühlungsvermögen
  • Toleranz
  • Konfliktfähigkeit und
  • Teamfähigkeit.

Auszug aus einem Sozialpraktikumsbericht

„Das Sozialpraktikum hat mich durch viele Erfahrungen mit Menschen in meinem Wesen nachhaltig gestärkt. Zu Beginn des Praktikums hätte ich dies nie für möglich gehalten, denn ich hielt es für reine Zeitverschwendung und dachte ich hätte schon genügend Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen, durch Erfahrungen aus meinem näheren Umfeld. Ich erwartete ruhige und gemütliche Tage mit älteren Menschen, die sich über ein wenig Unterhaltung freuen würden. Ich habe während dieses Praktikums viele schöne aber auch traurige Begegnungen gehabt. Diese Begegnungen machen das Sozialpraktikum so wertvoll. Denn sie zeigten mir wie wunderschön aber auch schmerzhaft es sein kann älter zu werden.

Ich habe auch erkannt was es heißt Verantwortung für meine Eltern zu übernehmen, wenn diese einmal in das Alter kommen, indem sie auf Hilfe angewiesen sind. Mir wurde klar, dass es im Leben zwei Seiten gibt, die Sonnenseite und die, wo die Sonne nicht immer scheint. Wir können nicht ewig auf der Sonnenseite wandeln. Ich halte es daher für wichtig, den Menschen etwas von dieser Sonne zu geben, daher bin ich seit dem 19.09.2016 eine ehrenamtliche Mitarbeiterin von Bethanien. Ich hoffe, dass ich dieser Aufgabe gerecht werden kann. Mein Fazit für das Sozialpraktikum lautet: Ein voller Erfolg. Daher würde ich jedem ein solches Praktikum empfehlen und zwar nicht im Kindergarten, sondern in einer Einrichtung, die gerade nicht diese Sonnenseite des Lebens zeigt; sondern dort, wo dieser Sonnenschein dringend gebraucht wird.“

Stefanie, 16 Jahre